KI-Glossar

KI-Begriffe einfach erklärt

Die wichtigsten KI-Begriffe – verständlich, ohne Fachchinesisch und ohne Hype. Gemacht für Entscheiderinnen und Entscheider im Mittelstand, nicht für Informatiker.

Künstliche Intelligenz (KI)
Software, die Aufgaben übernimmt, für die man früher menschliches Denken brauchte – etwa Sprache verstehen, Texte schreiben oder Muster in Daten erkennen. KI „denkt“ nicht wie ein Mensch, sondern erkennt Wahrscheinlichkeiten.
Machine Learning (ML)
Ein Teilbereich der KI: Statt fester Regeln lernt das System aus Beispieldaten selbst Muster. Je mehr gute Daten, desto besser die Ergebnisse.
Large Language Model (LLM)
Das „Sprachmodell“ hinter Tools wie ChatGPT. Es wurde mit riesigen Textmengen trainiert und sagt jeweils das wahrscheinlichste nächste Wort voraus – erstaunlich nützlich für Texte, Zusammenfassungen und Antworten.
Generative KI
KI, die etwas Neues erzeugt: Texte, Bilder, Code oder Sprache. Der Oberbegriff für die aktuelle KI-Welle.
Prompt
Die Eingabe bzw. Anweisung, die Sie der KI geben. Je klarer der Prompt, desto besser das Ergebnis – aber perfektes „Prompt-Engineering“ ist meist überbewertet.
Token
Die kleinste Verarbeitungseinheit eines Sprachmodells – grob ein Wortteil. KI-Nutzung wird oft pro Token abgerechnet, daher beeinflussen Tokens die laufenden Kosten.
Halluzination
Wenn die KI etwas überzeugend, aber faktisch falsch behauptet. Der Hauptgrund, warum wichtige KI-Ergebnisse immer eine menschliche Prüfung brauchen.
RAG (Retrieval-Augmented Generation)
Eine Methode, bei der die KI ihre Antworten aus Ihren eigenen Dokumenten zieht, statt nur aus dem Trainingswissen. So werden Antworten präzise, aktuell und belegbar. Mehr dazu: Anwendungsbeispiele →
Embeddings & Vektordatenbank
Technik im Hintergrund von RAG: Texte werden in Zahlen („Embeddings“) übersetzt und in einer Vektordatenbank gespeichert, damit die KI inhaltlich passende Stellen blitzschnell findet.
KI-Agent
Eine KI, die nicht nur antwortet, sondern handelt: mehrere Schritte plant, in Systemen nachschaut und Aufgaben erledigt – idealerweise mit menschlicher Freigabe an kritischen Stellen. Mehr dazu: Wann sich Agenten lohnen →
Chatbot vs. KI-Agent
Ein Chatbot beantwortet Fragen. Ein Agent führt zusätzlich Aktionen aus (z. B. Daten abrufen, eintragen, weiterleiten). Der Unterschied entscheidet über den tatsächlichen Nutzen.
Fine-Tuning
Das Nachtrainieren eines Modells auf Ihre speziellen Daten oder Ihren Stil. Oft nicht nötig – häufig reicht RAG und ist günstiger.
Prozessautomatisierung
Wiederkehrende Abläufe von Software erledigen lassen. Mit KI lassen sich auch Aufgaben automatisieren, die früher menschliches Urteil brauchten. Mehr dazu: 6 Beispiele mit ROI →
API
Eine Schnittstelle, über die Programme miteinander reden. So bindet man KI in vorhandene Tools (CRM, ERP, Website) ein, statt eine Insellösung zu bauen.
EU-Hosting & On-Premise
Wo Ihre Daten verarbeitet werden. EU-Hosting (Server in der EU) oder On-Premise (auf Ihren eigenen Systemen) sind der Schlüssel zu DSGVO-konformer KI.
DSGVO & KI
KI ist nicht automatisch ein Datenschutzproblem. Mit EU-Hosting, geschäftlichen Tarifen und abgeschotteten Lösungen lässt sich KI rechtskonform betreiben. Mehr dazu: ChatGPT sicher nutzen →
Prototyp / MVP
Eine erste, lauffähige Minimalversion, um Idee und Nutzen schnell zu testen – bevor groß investiert wird. Der pragmatischste Einstieg in jedes KI-Projekt.
Open Source vs. proprietäre Modelle
Offene Modelle kann man selbst hosten (mehr Kontrolle, Datenschutz); proprietäre (z. B. von OpenAI) sind oft leistungsfähiger, laufen aber extern. Die Wahl hängt vom Use-Case ab.